Lehrtätigkeit als Dozentin, Supervisorin und Selbsterfahrungsleiterin in der Ausbildung Analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie (AKJP)

Seit 1993 arbeite ich regelmäßig als Dozentin am Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Düsseldorf e.V., und bilde dort angehende Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten und Psychotherapeutinnen aus.

Das Meer

Ich habe den Aufbau der Abteilung Analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie (AKJP) am Düsseldorfer Institut mitinitiiert und mitgetragen.

1993 – der Ausbildungsbetrieb aufgenommen;
1996 – Anerkennung als Ausbildungsgang Analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie (AKJP) durch die Kassenärztliche Bundesvereinigung KBV ;
2000 – nach Inkrafttreten des Psychotherapeutengesetzes
1998 –  staatlich anerkanntes Ausbildungsinstitut.
1993-11/2001 war ich durchgehend Mitglied des Aus- und Weiterbildungsausschusses der Abteilung;
Jan. – Nov. 1998 deren kommissarische Geschäftsführerin und
11/98 – 11/2001 Leiterin der Ausbildung AKJP am Düsseldorfer Institut.
4/98 – Anerkennung als Supervisorin AKJP.
2005 – Akkreditierung als Dozentin/Supervisorin un Selbsdterfajrungsleiterin durch die Psychotherapeutenkammer NRW.

Die Abteilung AKJP bietet heute PsychologInnen, PädagogInnen und ÄrztInnen nach abgeschlossenem Studium eine qualifizierte staatlich anerkannte curriculare Aus- oder Weiterbildung in Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. Die Ausbildung erfolgt in dem vom Bundesausschuss für Ärzte und Krankenkassen anerkannten  „psychoanalytisch begründete Verfahren“ und schließt mit Bestehen der staatlichen Prüfung mit dem doppelten Fachkundenachweis „Psychoanalyse“ und „Tiefenpsychologisch fundierte Verfahren für Kinder und Jugendliche“ ab, der alle berufsrechtlichen und sozialrechtlichen Anforderungen erfüllt.

Ziel der Ausbildung ist, den Pädagoginnen, Psychologinnen und Ärztinnen, die berufsbegleitend, oder nach der Familienphase, Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu vermitteln, die erforderlich sind, um mit den wissenschaftlichen, geistigen und ethischen Grundlagen der Psychoanalyse und Tiefenpsychologie Kinder und Jugendliche ebenso wie Bezugspersonen eigenver-antwortlich und selbständig psychotherapeutisch behandeln zu können.

Ein Tafelbild

Damit bestimmt sich auch mein Tätigkeitsfeld und Selbstverständnis als Dozentin und Supervisorin der Abteilung:
Das psychoanalytische Paradigma begründet Umfang, Dauer und Intensität des allgemeinen wie auch meines Lehrangebots, insbesondere den Stellenwert von Selbsterfahrung/Lehranalyse als Kernstück der Aus- und Weiterbildung. Neben der Vermittlung und Aneignung einer Vielfalt von Inhalten und Techniken fördert das von Anfang an praxisorientiert angelegte Studium vor allem Aufbau und Entwicklung einer psychoanalytischen Haltung und die Arbeit mit Übertragung und Gegenübertragung ebenso immer flankiert von der fortlaufende Arbeit an und mit der eigenen Person.

Die Ausbildungsinhalte reichen von der Babybeobachtung über Aufbau und therapeutische Nutzung des kindlichen Spiels sowie des spezifischen analytischen Diskurses mit Heranwachsenden bis zur tiefenpsychologisch konzipierten begleitenden Psychotherapie der Bezugspersonen. Neben den psychoanalytischen Standardverfahren der Langzeitbehandlung und ihrer Modifikation bei Kindern und Jugendlichen werden spezielle Anwendungen von Psychoanalyse und Psychotherapie in Gruppen, Paarbeziehungen, Familien und in Institutionen als Krisenintervention, Fokaltherapie und Kurzzeitform unterrichtet.
Hinzu kommen Prävention und Supervision als weitere Säulen kindertherapeutischen professionellen Selbstverständnisses neben der eigentlichen Behandlungsarbeit

Bei mir erfährt die psychoanalytisch begründete Ausrichtung über Familientherapie und Integration soziologischer Perspektiven noch eine besondere Einfärbung und Ausgestaltung und eine Erweiterung ins soziale Feld.

Inhaltliche Schwerpunkte meiner Arbeit waren und sind:

  • Geschichte, Bedeutung und aktuelle Perspektive von Kindheit
  • Geschichte der Psychotherapie, insbesondere der AKJP.
  • Anna Freud.
  • Zur Lage der Familie und ihrer Bedeutung bei der Entstehung und Behandlung psychischer Störungen.
  • Zur Lage von Müttern heute und Konsequenzen für das Aufwachse
  • Geschichte, Bedeutung und Konzeption von Elternarbeit.
  • Konzepte kindlicher Entwicklung unter besonderer Berücksichtigung der psychosexuellen Entwicklung und der verschiedenen Entwicklungsaufgaben und -phasen.
  • Aufgaben und Ausgestaltung der diagnostisch-probatorischen Phase im therapeutischen Prozess.
  • Grundzüge tiefenpsychologischen Arbeitens: Raum, Situation, Haltung, Technik.
  • Psychoanalytische Arbeit im Hier und Jetzt u d systematische Auswertung der Begegnungssituation.
  • Allgemeine und spezielle Neurosenlehre bei Kindern und Jugendlichen.