Patienteninfo

Für Eltern

Wenn Sie sich die Frage stellen: Was mach’ ich bloß mit diesem Kind!? –
Wenn ihr Kind sich plötzlich verändert, wenn es sich auffällig anders verhält wie die Gleichaltrigen, oder wenn es über körperliche Beschwerden klagt, denen mit medizinischen Mitteln nicht, oder auf die Dauer nicht beizukommen ist.

Dann kann ich Ihnen helfen herauszufinden, ob sich hinter den Schwierigkeiten, die ihr Kind hat, oder die sie und andere mit ihrem Kind haben, eine seelische Ursache verbirgt. Ich behandle Säuglinge, Kinder, Jugendliuche und junge Erwachsene (bis 21 Jahre).

Vielleicht haben Sie einen ‚schwierigen’ Säugling und fragen sich verzweifelt, warum der immer soviel schreit? Sie selbst navigieren am Rande des Zusammenbruchs und ihr Mann reagiert bereits abweisend genervt. Sie finden keine Erklärung, zumal der Kinderarzt das Kind für gesund erklärt hat.

Oder Ihre vierjährige Tochter fühlt sich im Kindergarten nicht wohl, klammert verzweifelt, redet nicht mehr und spielt nicht mit den anderen Kindern.
Oder Ihr 6-jähriger Sohn hat wegen seiner Sex-Spielchen Ärger mit den Erziehern seine Vorschulgruppe.
Oder der 8-Jährige stört fortwährend den Unterricht. Alles bringt ihn sofort hoch und er greift ständig die anderen Kinder an. Mit der Zeit bringt er auf diese Weise alle gegen sich auf, gilt als ‚nicht mehr tragbar’ und trotz guter Begabung bleiben seine Schulleistungen dürftig.
Die 13-Jährige Jule tyrannisiert die ganze Familie mit ihren Zwangsvorstellungen und -handlungen. Die 17-jährige Lena ist nur noch mit ihrer Figur und ihrem Aussehen beschäftigt. Erst hat sie gehungert, um ihr Idealgewicht zu halten. Jetzt hat sie Essattacken, nach denen sie sich erbricht. Nach ihrem Rückzug aus der Welt und von allen Freunden fühlt sie sich verzweifelt und allein.

„Gesprächige“ Hand

Der 20-jährige Marc macht voll Überzeugung eine Ausbildung zum Erzieher. Aber er kommt zunehmend morgens nicht mehr aus dem Bett, kifft, fliegt aus der Ausbildung. Nachts hängt er in einem Fantasy-Spiel vor dem Computer. Er hat so gut wie keine Kontakte, und auch die Eltern erreichen ihn nicht mehr.

Seit 2018 führe ich mneine Praxis als Privatpraxis. Sie haben Sie die Möglichkeit Vorgespräche, sogenannten diagnostisch-probatorischen Sitzungen, mit mir zu vereinbaren.

Für Jugendliche und junge Erwachsene

Vermutlich bist Du/Sie zwischen 11 und 20 Jahre alt. Vielleicht bist Du/Sie gezielt bei mir gelandet, vielleicht aber auch eher nur zufällig. Vielleicht sind es Interesse und Neugier, die Dich/Sie antreiben. Vielleicht sind es aber auch Sorgen und Probleme, auf die Du/Sie eine Antwort suchst, oder Formen der Unterstützung, weil es Dir oder einem Freund/einer Freundin nicht gut geht, und es mit den Freunden, den Eltern, in der Schule oder auf der Lehrstelle einfach nicht klappt.

Ich weiß, der erste Schritt, Hilfe in Anspruch zu nehmen ist unendlich schwer, vor allem wenn es sich um so ungreifbare Phänomene wie seelische Probleme handelt. Da sind viele Hemmungen und blockieren die Schwelle. Bin ich verrückt? Was denken denn die anderen? Was einen heute heftigst bedrückt, scheint morgen wieder normal: „Nicht so schlimm!“ wiegeln wir erleichtert ab. Wir nennen diesen menschlichen Akt ‚Normalisierung’, und meinen den weitverbreiteten Versuch, alles dem normalen Alltag einzuverleiben, um ja nicht anders zu sein, aufzufallen oder aus der Reihe zu tanzen. Denn „anders“ zu sein ist schwer und nach wie vor gilt jener Satz: „Wer gegen den Strom schwimmt, braucht Muckis!“

Es könnten aber auch Misstrauen und Zweifel hinsichtlich meiner Vertrauenswürdigkeit vorhanden sein. Oder Deine/Ihre Hoffnung und Zuversicht in die Hilfe Erwachsener hat sich zwischenzeitlich schon grundsätzlich heftig abgenutzt. Dennoch, wenn Du/Sie Hilfe brauchst, schreib’ mir eine e-mail oder ruf’ mich an. Die aktuellen Telefonzeiten sind auf dem Anrufbeantworter. Vielleicht hören wir von einander. Noch eins scheint mir wichtig: Ich bin grundsätzlich zur Verschwiegenheit verpflichtet. Es ist ein rechtlicher Anspruch, dass das, was wir besprechen, unter uns bleibt. Auch die Eltern muss ich (zunächst) nicht unterrichten. Vielleicht kann ich auch weiter vermitteln, und wir finden eine seriöse fachkundige BeraterIn/BehandlerIn in Deiner/Ihrer Nähe, die mit jungen Leuten vertraut ist.

Für Kinder

Ich bin Psychotherapeutin, ein Wort, das man kaum aussprechen und vielleicht noch weniger verstehen kann. Mit ‚Psyche’ meint man ‚Seele’ und beschreibt unsere Persönlichkeit, unseren Charakter, unsere Eigenschaften oder einfach unser Innenleben. Viele bekannte und kluge Leute haben schon versucht, ‚Seele’ zu erklären; aber ehrlich gesagt finde ich das nach wie vor ganz schön schwierig!

Ein Problem ist etwas, worüber man sich Sorgen macht. Oder man fühlt sich einfach schlecht. Manchmal ist einem dann zum Heulen; manchmal möchte man am liebsten einen oder jeden verhauen; manchmal möchte man nur noch mit sich alleine sein, manchmal wird man auch körperlich richtig krank.

Ich bin ein spezieller Helfer für Kinder mit solchen Problemen. Die Leute nennen uns ‚Seelenklempner’, aber eigentlich sind wir eine Art Experten und richtig heißen wir ‚Kinderpsychotherapeuten’.

Beachte: Du kannst nach Rücksprache mit mir auch ohne Deine Eltern kommen. Du brauchst keine Sorge zu haben, dass ich irgendjemand etwas weitererzähle. Denn das darf ich gar nicht, weil ich unter einer Schweigeverpflichtung stehe: Vertraulichkeit heißt, dass ich das für mich behalte, was Du mir anvertraust!

Hier findest Du / finden Sie einige interessante und tolle Bücher zum Thema:

Dachverband Gemeindepsychiatrie: Das Seelenentdeckeralbum, Bonn 2009

M.A. Nemiroff/ J. Annunziata: Mein erstes Kinderbuch über Spieltherapie, Bonn: Deutscher Psy-chologen Verlag 1999.

M. Snunit/ N. Golomb: Der Seelenvogel, Hamburg: Carlsen V. 1991